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Faszination Modellbau 2018



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Dickie-Tamiya Bericht zu den Männern die gerne Spielen

Markenportät Carson Model Sport: Im siebten Himmel

Meistens fängt es schon in der Kindheit an. Wer es einmal geschafft hat, einen kleinen Flieger in den Himmel oder ein Auto über die Straße zu steuern, den packt die Leidenschaft Modellbau – und er landet bei Carson. Ein Markenporträt.

 

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Peter Ostermann bei seiner Lieblingsbeschäftigung.

 

Männer spielen gern. Nicht alle, aber viele. Jeder kennt so einen, der dem Sohn oder Neffen die Modelleisen- oder Rennbahn kauft und dann selbst damit spielt. Oder einen, der mit dem Nachwuchs in Konkurrenz tritt beim Puzzeln, Schach oder Bobby-Car-Rutschen. Das ist nichts Besonderes, manche Männer bleiben eben ein Leben lang verspielte Jungs. Dass allerdings Männer ihren angeborenen Spieltrieb zum Beruf machen, ist doch etwas ungewöhnlich. Bei Carson Model Sport, Eigenmarke der Simba Dickie Group, haben sich drei solcher Experten gefunden: Die Produkt- manager leben beruflich aus, was sie auch in ihrer Freizeit fasziniert. Product Manager Markus Söllner ist den Rennautos verfallen, Kollege Basti Niethammer fährt sogar offizielle Meisterschaften und Senior Product Manager Peter Ostermann ist verrückt nach allem, was fliegt. Die Leidenschaft des Trios sorgt dafür, dass Carson im RC-Modellbau zur Spitze zählt. Jeder, vom Einsteiger bis zum Weltmeister, findet sein passendes Modell.

 


 

 



 

 

Ungeahnte Dimensionen

Die Carson-Erfolgsgeschichte geht ins zweite Jahrzehnt, doch gerade ist ein neues Zeitalter angebrochen: Brushless-Technologie, Elektromotoren mit bürstenlosem Antrieb. Diesen innovativen Motor gibt es international überhaupt erst seit gut einem Jahr. Das Carson-Team erkannte das Potenzial sofort und wollte die neue Technik in die eigenen Modelle übertragen. Pustekuchen, das ging nach hinten los. „Als wir nach dem ersten Umbau ein Auto starteten, flog uns alles um die Ohren“, erinnert sich Teamchef Peter Ostermann nur zu gut an den vernichtenden Fehlstart. „Die Antriebswellen wurden zerschmettert, das ganze Chassis in seine Einzelteile zerschlagen. Wir hatten die brachiale Antriebskraft völlig unterschätzt.“ Ehe der Powermotor eingesetzt werden konnte, musste also die Fahrwerksgeometrie optimiert werden, neue Materialien mussten her. Heute ist daher der komplette Antriebsstrang aus gehärtetem Stahl. Niemand hätte für möglich gehalten, dass Elektromotoren zu solcher Leistung fähig sind. Bisher galten die Verbrennungs- motoren als das Maß aller Dinge, vor allem als schneller. Doch der Porsche GT-3RS Brushless im Maßstab 1:10 zum Beispiel fährt 55 km/h.

 

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Rekordhalter: Der Porsche GT-3RS. Testpiloten: Basti Niethammer und Peter Ostermann (r.) prüfen einen Buggy.

 

 

Neue Technik – neues Glück

Bei Flugmodellen gab es die Brushless-Technik schon länger, wobei es beim Fliegen weniger um Tempo als um stabile Flugeigenschaften geht. Jedenfalls bietet der rasende Elektromotor viele Vorteile. Er röhrt nicht ohrenbetäubend laut wie der Verbrenner, was in der Vergangenheit schon zu manchem Nachbarschaftsstreit geführt hat. Ein Brushless säuselt nur sanft vor sich hin. Vor allem aber braucht er keinen Modellbausprit, jenes Methanol-Öl-Gemisch, das nur im Fachhandel und erst für Käufer ab 16 Jahren erhältlich, also umständlich zu besorgen ist. Auch die Buggy-Freaks, die atemberaubende Loopings, Sprünge, Hügelraserei anstreben, waren zunächst sprachlos, welche Energie die neuen Modelle entfalten. Nicht zuletzt muss man nicht mehr lange anlassen. Ein Klick mit der Fernbedienung genügt und der Spaß geht los. Die ungeahnte Beschleunigung gibt dem Modellsport eine neue Dimension.

 

Trendsetter Carson

Genial bei Carson ist, „das wir für alle Modelle einer Baureihe dasselbe Chassis verwenden“, erklärt Peter Ostermann. Das freut den Fachhändler, der nicht zu jeder Neuheit gleich sämtliche Ersatzteile mitbestellen muss. Die Basis steht also, alles andere ist variabel, „damit können wir experimentieren.“ Für ein neues Modell muss also nicht jedes Mal das Rad neu erfunden werden, sondern „nur“ das Design, die Farbe, die Extras. Das geschieht in Zusammenarbeit mit dem Mann im Herstellungs- land, Christian König, dem verantwortlichen Product Manager in Hongkong. Dabei bewies das Carson-Gremium mal wieder ein Händchen und setzte einen „Super- trend“, wie Ostermann die Entwicklung des „e-Stormracer extreme“ selbstbewusst nennt. Dieser erste Buggy mit Brushless-Antrieb ist ein Volltreffer. Während sich Truckys am besten im Dreck machen, auf Wald- und Wiesengelände oder im Sandboden, fetzen die Buggys meistens über Rennbahnen, obwohl sie natürlich offroad-tauglich sind. Übrigens sind die meisten der insgesamt rund 50 Carson-Modelle RTR-Fahrzeuge, Ready-to-run, sofort startklar.

 

Ein Crash ist kein Beinbruch

Manch verzückter Liebhaber fährt sein Hightechmodell nur im Wohnzimmer, damit es bloß nicht schmutzig wird. Für die jungen Wilden, die ihrem Fahrzeug alles abverlangen, gibt es den Ersatzteilservice und die Reparaturwerkstatt im Logistikzentrum der Simba Dickie Group im thüringischen Sonneberg. Dort auf der Hausrennstrecke wird auch trainiert und ausdauernd getestet.

Es gibt noch eine weitere Gruppe in der Modellgemeinde, die Truckmodell-Anhänger. Denen geht es nicht ums Schrauben, um Speed oder waghalsige Sprünge. „Die wollen ihre Trucks mit den gigantischen Aufliegern präzise rangieren können und bauen ganze Landschaften für ihre Fahrzeuge auf“, sagt Ostermann. Oder perfektionieren ihre Baggerarbeiten mit der originalgetreuen Liebherr Laderaupe.

 

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Cooles Einsteigermodell: Der Stormracer FD ist ein funkgesteuerter Buggy im Maßstab 1:10.

 

 

Der Traum vom Fliegen

Und dann sind da noch die Flieger. Hubschrauber, bei Carson überhaupt erst seit 2007 im Angebot, besitzen für viele Zeitgenossen eine magische Anziehungskraft. Seit die fortgeschrittene Technologie es selbst dem Ungeschicktesten ermöglicht, solch ein Flugobjekt in den Griff zu bekommen, steigt auch der Absatz. Preislich geht das beim Plastikfliegerchen für unter zehn Euro los und steigt dann mit dem Ehrgeiz des Piloten bis zu einigen Hundert Euro an. Bei Carson ist allen Sets ein Flug- Simulator beigelegt. Um ungewollte Flugmanöver zu vermeiden, kann man die Fernsteuerung erst einmal am Computer üben.

Peter Ostermann ist ein Könner am kleinen Schalthebel. Für den ehemaligen Segel- und Motorflugzeug-Piloten gibt es wenig Schöneres, als am Wochenende auf der Wiese die eigene Geschicklichkeit zu steigern. Ostermann liebt die Klassiker, die Oldtimer-Segelflugmodelle, solche mit Spannweiten über drei Meter. Und er träumt davon, „eines Tages eine bahnbrechende Innovation vor allen Mitbewerbern zu entwickeln.“

Im Markengefüge der Simba Dickie Group ist Carson Model Sport klein. Aber von großer Wertigkeit. Und wer weiß, was diese Männer noch alles bewegen werden. Diese Männer, die so gern spielen.

Ein Artikel der

Simba Dickie Group

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